USA sanktioniert libyschen Führer wegen Beteiligung an Angriffen auf Ölanlagen

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Ibrahim Jathran, Anführer der libyschen Miliz, wird vorgeworfen, durch seine Taten den Frieden in Libyen geschädigt zu haben. Der Anführer hatte Angriffe auf mehrere Ölanlagen im Land angeordnet, was dazu führte, dass das US-Finanzministerium offiziell Sanktionen verhängte.  

Laut Sigal Mandelker plagen die Angriffe von Jathran bereits seit 2013 die Ölanlagen und Zivilisten des Landes. Im Juni dieses Jahres richteten sich die Angriffe von Jathran gegen zwei der wichtigsten Ölhäfen Libyens, Ras Lanuf und Al Sidra. Während dieser Zeit wurden beide Häfen beschlagnahmt und gewaltsam angegriffen. Allein diese Angriffe kosteten die Regierung des Landes 1,4 Milliarden Dollar.  

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Seitdem steht Jathran auf der schwarzen Liste des UN-Sicherheitsrates Libyen. Dies hat auch dazu geführt, dass die globalen Vermögenswerte des Milizführers eingefroren und Reisen verboten wurden.  

Libyen befindet sich derzeit in einer Wirtschaftskrise mit schweren politischen Turbulenzen. Die Unruhen begannen 2011, als der damalige Führer Gaddafi gefallen war. Das Land ist gespalten durch militärische Sanktionen und konkurrierende Regierungen im Osten und Westen. Dies hat zu einer politischen Blockade mit Streitkräften und bewaffneten Gruppen geführt, die Ansprüche auf Ölfelder erheben.  

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Anfang der Woche griffen mehrere bewaffnete Männer die National Oil Corporation in Tripolis, der Hauptstadt Libyens, an. Während des Angriffs wurden zwei Mitarbeiter getötet, wobei tagelang niemand die Verantwortung für den Angriff übernahm.  

Seit dem Angriff behauptet die islamische Gruppe ISIS, dass sie dahinter steckt. Während des Angriffs waren drei der ISIS-Angreifer gestorben. Sie führen den Angriff auf den Zusammenhang der Ölgesellschaft mit dem Krieg gegen die extremistische Gruppe zurück.  

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Libysche Sicherheitsbeamte sagten, dass die Überreste von zwei Selbstmordattentätern im Inneren des Gebäudes der National Oil Corporation gefunden wurden. Während der Angriff zwei Mitarbeiter das Leben kostete, wurden zehn weitere schwer verletzt.   

Die Mission der Vereinten Nationen in Libyen soll den Anschlag als „feigen Terroranschlag“ bezeichnet haben.