Burma: Aung San Suu Kyi verteidigt die Entscheidung des Gerichtshofs über Reuters Journalisten

court-of-justice

Die Welt steht in den Armen von zwei Reuters Journalisten in Myanmar, die inhaftiert und des Verstoßes gegen den Official Secrets Act für schuldig befunden wurden.  

Aung San Suu Kyi steht unter Beschuss, nachdem sie erklärt hat, dass die Reporter nicht wegen ihres Berufs inhaftiert und vor Gericht gestellt wurden, sondern weil sie das Gesetz gebrochen haben. Das US-Außenministerium hat daraufhin die Freilassung der Reporter gefordert.  

Die burmesische Polizei hat die beiden Reporter angeklagt, nachdem sie die Morde an zehn Dorfbewohnern in Rohingya untersucht hatte. Burmesische Sicherheitskräfte töteten die Dorfbewohner. Später erkannte das Militär die brutalen Morde an und erwähnte, dass die verantwortlichen Soldaten diszipliniert worden seien.  

Mehrere Organisationen und Länder sind außer sich und fordern, dass die beiden Reuters-Berichterstatter freigelassen werden und stellen den Weg Burmas zur Demokratie aktiv in Frage.  

Während ihrer Erklärung leugnete Aung San Suu Kyi und fragte, ob Reporter und andere über die Details des Falles gegen die Reuters-Reporter Bescheid wussten. Sie erwähnte, dass es den Reportern freisteht, gegen das Urteil Berufung einzulegen, wenn sie sich aufgrund des Amtsgeheimnisgesetzes zu Unrecht schuldig befunden hätten.  

Reuters haben kürzlich erklärt, dass sie an die Unschuld von Wa Lone und Kyaw Soe Oo glauben und dass sie in Wirklichkeit nicht gegen den Official Secrets Act verstoßen haben. Sie erklärten auch, dass die Journalisten nicht mit irgendwelchen Aktivitäten zur Verletzung oder Sabotage des Landes beschäftigt seien.  

Die Reporter wurden im Dezember 2017 inhaftiert, nachdem sie sich mit zwei Polizisten getroffen hatten, die ihnen Dokumente zur Verfügung stellten, die in einer Zeitung zusammengerollt wurden. Nachdem die Offiziere gegangen waren, wurden Lone und Soe Oo von anderen Polizisten gefangen genommen.  

Während des gesamten Falles deuten mehrere Zeugenaussagen darauf hin, dass die Reporter nicht schuldig waren und dass die Polizei sie tatsächlich gefangen hat.  

Anfang dieses Jahres gab ein Polizeibeamter im Rahmen des Kreuzverhörs zu, dass die den Reportern übergebenen Dokumente bereits in Zeitungen veröffentlicht worden seien.   

Der stellvertretende Asien-Direktor von Human Rights Watch, Phil Robertson, sagt, dass Suu Kyi mit der Verteidigung des Urteils der Reporter falsch liegt und dass sie die Rechtsstaatlichkeit nicht versteht.   

Erst vor einem Monat sagten Ermittler der Vereinten Nationen, dass myanmarische Soldaten Flüchtlinge mit „völkermörderischer Absicht“ plünderten, vergewaltigten und angriffen, und dass die für die Gräueltaten Verantwortlichen nach internationalem Recht verfolgt werden sollten.  

Weitere Untersuchungen des Außenministeriums schließen diese Ergebnisse im UN-Bericht ab. Washington hat noch keine Sanktionen gegen die Angeklagten dieser Verbrechen verhängt.